8.MÄRZ 2011
100 JAHRE INTERNATIONALER FRAUENTAG
Am 8. März 2011 gab es einen Infostand mit Aktionen der Autonomen Hamburger Frauenhäuser auf dem Spritzenplatz in Hamburg-Ottensen.
Artikel zum 8. März 2011 unter folgendem Link:

25. NOVEMBER - INTERNATIONALER TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN UND MÄDCHEN
Dieser Gedenktag geht zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und
beteiligten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo.
Lateinamerikanische und karibische Frauen haben deshalb 1981 den 25. November als internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen.

Brötchentüten werben für Gewaltlosigkeit
Aktionstage vom 24. – 27. November 2010
In diesen Tagen werden in vielen Innungs-Bäckereien Hamburgs Brötchentüten
mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ beim Einkauf verteilt.
Diese bundesweite Öffentlichkeitskampagne richtet sich gegen jede Gewalt an Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft. Immer noch ist der gefährlichste Ort für Frauen ihr eigenes Zuhause. Im sozialen Umfeld, in Ehe und Partnerschaft tragen Frauen das größte Risiko seelisch, körperlich und sexuell misshandelt zu werden.
Das Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ ist angst- und schambesetzt. Trotz Aufklärungsarbeit der Frauen- und Opferschutzberatungsstellen sowie der Polizei wird Gewalt aus der öffentlichen Diskussion verdrängt und verharmlost. Daher
soll mit der Brötchentüten-Kampagne die Öffentlichkeit in Hamburg sensibilisiert und auf das Hilfsangebot des Hamburger Beratungsnetzes hingewiesen werden. Die Kampagne findet anlässlich des 25. November statt, des internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Sie ist ein Aufruf zu Zivilcourage – hinzuschauen.
Veranstaltungen
Mittwoch 24.11.2010 von 18.00 - 19.30 Uhr:
Gesichter der Gewalt weltweit – Frauen handeln
„Am Vorabend des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ St. Johanniskirche Altona, Max-Brauer-Allee/Ecke Sternbrücke mit Patchwork (Beratung für Frauen), KOOFRA (Koordinierungsstelle gegen Frauenhandel), Fanny Dethloff (Flüchtlingsbeauftragte der nordelbischen Kirche) und dem MusikDuo Die Taktlosen
Donnerstag 25.11.2010 Aktionstag im Shopping-Center Hamburger Meile, Hamburger Str. 27, 22083 Hamburg 10.00-20.00 Uhr:
Gewaltschutzeinrichtungen informieren
Ab 17.00 Uhr: Bühne frei für:
• Bäcker-Innung Hamburg / AK Gewalt gegen Frauen und Mädchen (Begrüßung)
• Sängerschaft der Bäcker und Konditoren
• Beatrice Hallenberg (Jazz, Bossa)
• Drummers of Kion (Japanisches Trommeln)
• Team des Hamburgischen Ju-Jutsu Verbands e.V.
• SILIA- Sicher leben im Alter (Theater m. K. Möller, R. Tiltmann)
19.00 Uhr:
Grußwort von Dietrich Wersich, Senator für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz
Montag 29.11.2010 18.00 Uhr
Vortrag und Diskussion:
Strafanzeigen bei sexueller Gewalt an Mädchen Sigrid Bürner, Dipl. Psych., Frauennotruf Kiel/Helpline Schleswig-Holstein. Bitte anmelden: Allerleirauh e.V., Menckesallee 13, 22089 Hamburg-Eilbek,
Kostenbeitrag 5 €; Tel. 040 – 29 83 44 83; info@allerleirauh.de
16.11. - 26.11.2010
HERZSCHLAG - eine interaktive Wander-Ausstellung zum Thema Häusliche Gewalt - vom Förderverein Frauenhaus Norderstedt Bildungszentrum Steilshoop, Gropiusring 43, 22309 Hamburg, geöffnet Mo-Fr, So 15.00-18.00 Uhr (Sa geschlossen)
Juli 76 - Das Private ist politisch

1976. Frauenbewegung. Überall gibt es Gruppen, in den Frauen nach anderen Lebensweisen und Perspektiven suchen. In Hamburg - wie in Berlin oder Köln - haben die Frauen entschieden, gemeinsam ein autonomes Frauenhaus für misshandelte Frauen zu erkämpfen. Als Schutzraum für Frauen und ihre Kinder und als Zeichen gegen Männergewalt. Wie sie losziehen und ihre Ideen umsetzen, davon erzählt die filmische Montage aus Rückblicken, Dokumenten und Bildern aus den ersten Jahren des Projekts.
Frauenhäuser von Schließung betroffen!

Erklärung der Autonomen Frauenhäuser Schleswig -Holsteinvom 27. Juli 2010
Denn sie wissen, was sie tun…
Die Sparpläne der Landesregierung tolerieren fahrlässig die Gefahr für Leib und Leben von Frauen und Kindern
Der Kabinettsbeschluss der schleswig-holsteinischen Landesregierung vom 13.07.10 für den Doppelhaushalt 2011/12 sieht eine jährliche Reduzierung von 125 Mio. €, insgesamt 1,25 Mrd. €, bis zum Jahr 2020 vor.
Der Koalitionsvertrag besagt: "zum Schutz vor häuslicher Gewalt werden wir das Angebot von Frauenhäusern aufrecht erhalten". Seit Juli wissen wir, dass dies ein leere Worthülse und ein falsches Versprechen ist.
Die Fördersumme von derzeit 5,35 Mio. € für Frauenhäuser und -beratungsstellen, die vom Land und den Kommunen gemeinsam getragen wird, soll auf 4,8 Mio. € gekürzt werden. Schleswig-Holstein würde damit seinen Beitrag aus Landesmitteln um ca. 50%(553.000 €) reduzieren. Die für betroffene Frauen lebensgefährlichen Einsparungen und finanziellen Umverteilungen sollen dadurch erwirkt werden, dass in Frauenhäusern Plätze gestrichen, Frauenhäuser zusammengelegt und manche Frauenhäuser gar ganz geschlossen werden.
Im Land Schleswig-Holstein gibt es derzeit 16 Frauenhäuser unterschiedlicher Größe. Die Gesamtkapazität umfasst ein Angebot von 344 Plätzen. Im Landesdurchschnitt nutzen jährlich ca. 6,4 Frauen und Kinder einen Frauenhausplatz.
Die drohende Sparsumme von 553.000 € könnte so den Wegfall von 49 Frauenhausplätzen bedeuten, womit es jährlich für über 300 Frauen und Kindern keinen Ort mehr zum Schutz vor häuslicher Gewalt gäbe. Auch für die Begleitung, Beratung, nachgehende Untersützung, Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit würden personelle Kapazitäten fehlen.
Dies ist um so zynischer, als bei den Frauenhäusern in SH durch die eingefrorene Dynamisierung seit 2007 bereits 264.000 € eingespart wurden und die Häuser damit bereits an ihrem finanziellen Limit angelangt sind.
Das Land Schleswig-Holstein entzieht sich mit dem Sparpaket gänzlich seiner Verpflichtung, für Schutz und Sicherheit zu sorgen, indem es das gesamte Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder angreift. Beispiele wie das Rettungspaket für die HSH Nordbank mit einem Volumen von 3 Mrd. € und Garantien über 10 Mrd. unterstreichen das fehlende Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung und soziale Gerechtigkeit.Wir sehen darüber hinaus das Versagen der politisch Verantwortlichen für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung.
Unsere Forderungen:
•
Das Angebot der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein muss als Mindestmaß in
seiner jetzigen Form erhalten bleiben.
•
Zum Schutz von Leib und Leben betroffener Frauen und Kinder dürfen weder
Platzzahl noch Standorte von Frauenhäusern oder Beratungsstellen gestrichen
werden.
•
Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser brauchen eine staatlich gesicherte
Finanzierung, da es sich bei häuslicher Gewalt um ein gesamtgesellschaftliches
Problem handelt.
Für weitere Informationen siehe http://www.frauenhaeuser-sh.de/aktuelles.html

